Überzeugende Voten für beide Kandidaten

Die Delegiertenkonferenzen zur Wahl der SPD-Kandidaten für das Amt des Landrats Hildesheim sowie für die Bundestagswahl fanden auf dem Schützenplatz in Alfeld statt. Die Delegierten stellten sich in ihren Fahrzeugen vor der Bühne auf. Von dort aus sprachen die Kandidaten. Die Übertragung erfolgte per Lautsprecher. Die Delegierten verfolgen die Reden aus ihren Autos heraus – wie in einem Autokino. Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Wieduwilt führte durch die Veranstaltung. Das Grußwort sprach der Bürgermeister der Stadt Alfeld, Bernd Beushausen. „Von diesem Ort geht der Spirit aus, um erfolgreiche Kandidaturen zu starten.“

 

Auf der Redetribüne von links: Volker Senftleben (MdL), Bernd Beushausen (Bürgermeister Alfeld), Bernd Lynack (MdL + Landratskandidat), Bernd Westphal (MdB) und Sven Wieduwilt

In seiner Vorstellungsrede zur Kandidatur für das Landratsamt hob Bernd Lynack hervor, dass die Probleme im Landkreis Hildesheim nur gemeinsam mit den Menschen und der Region Hildesheim zu lösen seien. Lynack kennt die Belange der Verwaltung von innen und außen. Als Innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und als Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion sind ihm kommunalpolitische Themen bestens bekannt. Wörtlich führte Bernd Lynack in seiner viel beachteten Rede aus: „Am 1. August 1986 habe ich als junger Verwaltungsmitarbeiter erstmals das Kreishaus in Hildesheim betreten und damals nie gedacht, dass ich mich heute in meiner Heimatstadt Alfeld als Landratskandidat bewerbe.“ Nach seiner Rede gab es lebhaften Applaus – diesmal in Form eines lauten Hupkonzerts. Alle 48 anwesenden Delegierten sprachen sich dafür aus, Bernd Lynack ins Rennen zu schicken. Die Stimmabgabe erfolgte aus dem Autofenster.

Aufgereiht wie im Autokino: Mit Rücksicht auf die Pandemie durften die Delegierten ihre Fahrzeuge nicht verlassen.

Bernd Westphal dankte zunächst dem SPD-Unterbezirksvorstand für die gute Zusammenarbeit. Er führte die Erfolge der im Bund regierenden Großen Koalition im Wesentlichen auf die sechs SPD-Ministerinnen und -minister in der Bundesregierung zurück. Ohne sie wären die Grundrente, die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, der Ausstieg aus der Kohle sowie die Stärkung der Kinderrechte nicht gekommen. In ihrer fast 160jährigen Geschichte sei die SPD immer ein Bollwerk gegen die Nazis gewesen. Westphal hob hervor, „dass die SPD nach wie vor die Partei der sozialen Gerechtigkeit ist.“ Wesentliche Ziele sind : Eine Bildung, die Chancen schafft, die klimaneutrale Gestaltung von Energie und Mobilität,  die Stärkung der Leistungsfähigkeit der Kommunen durch mehr finanzielle Mittel.  Ein wichtiges Ziel ist für die SPD auch die Umstellung auf eine Bürgerversicherung. Bernd Westphal wurde mit 46 Stimmen bei 2 Enthaltungen als Kandidat für die Bundestagswahl gewählt. Auch ihm wurde per Hupkonzert applaudiert.

In seinem Schlusswort unterstrich der SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Wieduwilt: „Mit diesen beiden hervorragenden Kandidaten und dem eindeutigen Votum der Delegierten haben wir eine ausgezeichnete Position, um die Wahlen für die SPD erfolgreich zu bestreiten.“

 

Autor: LUDWIG BOMMERSBACH